Rückblick: Mobilitätslösungen in gemeinschaftlichen Wohnprojekten

Am Dienstag, den 14.10.2014 fand der 7. Abend in der Reihe Gemeinsam Bauen und Wohnen in der Praxis zum Thema „Mobilitätslösungen in gemeinschaftlichen Wohnprojekten“ statt.

 

00_Link   Hier finden Sie die Dokumentation des Abends.

Präsentationen:

00_Link   Elfride

Baugruppen und Solidarität

Fotos

Konzept, Organisation und Moderation: Petra Hendrich und Gernot Tscherteu

Kurzbeschreibung: Der Abend zum Thema Mobilitätslösungen in gemeinschaftlichen Wohnprojekten beschäftigte sich sehr umsetzungsorientiert mit den Fragen: Wie kann man das gemeinschaftliche Potential von Wohnprojekten nutzen um Alternativen zum privaten Auto zu schaffen? Auf was muss man beim Aufbau eines Mobilitätsangebots im Wohnprojekt achten? Kann man durch den Zusammenschluss von mehreren Menschen am gleichen Ort auch ökologischere Lösungen als beim herkömmlichen Carsharing umsetzen? Was ist die Motivation gemeinsam Fahrzeuge zu nutzen?

Kurzstatements (jeweils 5-7 Minuten):

Seestern Aspern – Ergründung von Mobilitätsbedarf

Der Seestern Aspern entwickelt gerade ein Carsharing-Modell für das eigene Wohnprojekt. Ausgangspunkt dabei sind die vorhandenen Ressourcen und der Bedarf aller Mitglieder für die Nutzung der Autos. Der Seestern stellt die Ergebnisse der internen Mobilitätsumfrage vor.

Wohnprojekt Wien – Vom Benzinbruder zum autoteilenden Wohnprojektler

Teil 1: Ganz persönliche Geschichte eines passionierten Auto-Besitzers und seines „mehrstufigen“ Umstiegs zum „Carsharing“ ohne eigenes Auto (Heinz Feldmann)

Teil 2: Welche Optionen und Diskussionen gab es im Wohnprojekt Wien zum Thema Carsharing und weshalb haben wir uns für die derzeitige Lösung entschieden (Jan Hilmar)

Elfride – Von der Buchung über die Ausleihe bis zur Rückgabe: Einfache Systeme für kleine Carsharing Gruppen mit wenig Zeit und Geld.

Carsharing – noch immer denken wir dabei an omnipräsente kleine Autos von großen Konzernen oder an den vom besten Freund ausgeborgten VW-Bus. Aber welche Möglichkeiten gibt es dazwischen? Kann man Carsharing so organisieren, dass die die Umwelt und die Nutzer glücklich sind, aber der zeitliche und finanzielle Aufwand dennoch überschaubar bleibt? Elfride ist ein Wiener Carsharing Verein von Nutzern für Nutzer und teilt hierzu seine Praxiserfahrungen.

bea das Badener eCar Sharing Projekt

„bea“ ist ein geschlossenes eCar Sharing Modell mit aktuell 32 TeilnehmerInnen, das vom Weltladen Baden und dem Energiereferat der Stadtgemeinde Baden entwickelt und umgesetzt wurde und von diesen beiden nun auch organisatorisch betreut wird. Gefördert wird bea im Rahmen der Modellregion für E-Mobilität durch das Projekt „e-pendler in NÖ“. Kooperationspartner sind die Sparkasse Baden und Renault Koinegg Baden. Buchung, Zutritt zum Auto, Inbetriebnahme und Abrechnung erfolgt über ein Caruso-Chipkarten-System. Mit einem Mitgliedsbeitrag von jährlich € 99,- und 17 Cent pro gefahrenen Kilometer kann das Elektroauto genutzt werden.

ÖAMTC – Versicherung und Recht beim Carsharing

Wie gehen Versicherungen mit Carsharing um? Genügt es, wenn ich eine Haftpflichtversicherung habe, wenn ich mein Auto an andere verborge? Auch wenn ich dafür einen kostendeckenden Beitrag bekomme?

Welche (versicherungs-)rechtlichen Aspekte muss ich besonders beachten, wenn ich mein Auto anderen (entgeltlich) zur Verfügung stelle?

Gibt es bereits Versicherungen, die ein spezielles Angebot für Carsharing-Anbieter oder -nutzer haben?

Wenn wir uns als Verein organisieren und in diesem gemeinsam Autos nutzen, welche Versicherung ist hier die richtige? Wird damit das Carsharing kommerziell?

 

Kurz-Biografien der ExpertInnen

Thomas Glatz, Seestern Aspern,

Mathematiker an der Uni Wien. Seit Anfang 2013 im Wohnprojekt Seestern Aspern engagiert, da vor allem in der AG für Finanzen und Recht, sowie den Projektgruppen Soziales und Mobilität. Als begeisterter Kletterer, Skitourengeher und Naturliebhaber von Möglichkeiten begeistert, diesen Leidenschaften möglichst umwelt- und klimafreundlich nachzugehen.

Heinz Feldmann, Wohnprojekt Wien,

Erste eigene Firma mit 19 Jahren, dann vom Verkäufer zum Konzerngeschäftsführer bei der Österreich-Tochter eines internationalen Medizintechnikkonzerns. Mit Anfang 30 Gründung eines Verkaufstrainingsinstitutes, nach einem einjährigen Sabbatical (www.ruhejahr.com) mit Anfang 43 hat Heinz Feldmann sein Leben wieder einmal recht radikal „gewandelt“ und sich für die Rolle des „Männer-Coaches“ und „Lebens-Wandlers“entschieden (www.lebens-wandler.com) und betätigt sich „unternehmerisch“ in einem gemeinwohl-orientierten Sinn, z.B. durch die Gründung und den Aufbau des gemeinschaftlichen Wohnprojektes in Wien (www.wohnprojekt-wien.at).

Jan Hilmar, Wohnprojekt Wien,

Geboren und aufgewachsen in Wien, dann in die USA und Schottland ausgereist. Als diplomierter Mathematiker 2008 wieder nach Österreich zurückgekehrt, machten meine Frau und ich uns auf die Suche nach anderen Weltverbessern – und sind so auf das Wohnprojekt Wien gestossen, dass wir mit aufgebaut haben.

Als Carpool-Initiator und Leiter der Mobilitätsgruppe, der nun nach der dritten Führerscheinausbildung endlich einen auch in Österreich gültigen Führerschein hat und den Carpool zumindest teilweise sogar nutzen kann, schlägt mein Herz aber eigentlich für das Radfahren – im Besonderen das Tourenfahren durch isländische Weiten – ein Hobby, das ich hoffentlich bald schon gemeinsam mit den Kindern ausleben kann.

Stefan Waschmann, Elfride,

Der Carsharing Verein Elfride betreibt seit September 2013 ein Fahrzeug nach dem Motto „one size fits all“ – und erreicht dabei seit Juli 2014 Vollauslastung. Das nicht gewinnorientierte Projekt funktioniert dabei mit einfachen Mitteln nachhaltig, günstig und mit hohem Automatisierungsgrad. Stefan Waschmann ist Vorstandsvorsitzender und Mitbegründer von Elfride.

Mag. Herbert Först, bea,

Von Beruf AHS-Lehrer für Deutsch und Englisch – zurzeit schon im Ruhestand – seit 14 Jahren Gemeinderat der Grünen in Baden, seit 9 Jahren Vorsitzender des Ausschusses für Umwelt, Klimaschutz und Energie.

Mag. Hoffer, ÖAMTC,

Studium der Rechtswissenschaften in Wien, Jurist bei den ÖAMTC-Rechtsdiensten seit 1993. Seit Anfang 2012 Leiter der ÖAMTC-Rechtsdienste. Unter anderem derzeit redaktioneller Bearbeiter des NWV-ÖAMTC-Fachbuches „Straßenverkehrsrecht“.

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Mit freundlicher Unterstützung von

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Kammer der Architekten und Ingenieurkonsulenten für Wien, NÖ und Burgenland

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Veröffentlicht am 30. September 2014, in Workshop. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. Hinterlasse einen Kommentar.

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