Workshop am 5.Mai: Syndikat – Kollektiv – Genossenschaft – Stiftung: Selbstorganisiertem Handeln Form geben

Workshop der Initiative für gemeinschaftliches Bauen und Wohnen im
Rahmen der Reihe Gemeinsam Bauen Wohnen in der Praxis

Dienstag, 5. Mai 2015
19–21 Uhr
Mobiles Stadtlabor der TU Wien
im Resselpark, 1040 Wien
(gegenüber dem Ausgang Resselpark der U2 und U4, Karlsplatzpassage)

Eintritt frei, um Anmeldung wird gebeten:
praxis[at]gemeinsam-bauen-wohnen.org

Konzept und Moderation: Ernst Gruber

Die sich vorstellenden Gruppen aus Wien, Hamburg und Linz zeigen ein aktuelles Spektrum selbstorganisierten Handelns im Bereich des Bauens, Wohnens, Arbeitens und Landwirtschaftens. Dabei geht es von der Frage des Umgangs mit Grund und Boden bis hin zur Regelung des Zugangs und den Bedingungen der Nutzung. Die gewählten Organisationsformen sind zugleich modellhaft und eröffnen die Möglichkeit der Wiederholung. Sie stehen somit für einen maßstäblichen Entwicklungssprung, der weg vom Einzelprojekt führen kann. Wir bekommen Einblick in die Fragen, für welche Organisations- und Rechtsform man sich aus welchen Gründen entscheidet, was das für Konsequenzen hat und welche Möglichkeiten sich dadurch eröffnen können. Die Gruppen stehen dabei an unterschiedlichen Punkten ihrer Projektgeschichte. Wir wollen wie immer bei unseren Workshops nach den Kurzpräsentationen gemeinsam diskutieren, im Anschluss werden die erarbeiteten Themen vorgestellt.

Frappant e.V., Hamburg; Anna Kokalanova, Daniel Behrens
Durch eine eigens gegründete Genossenschaft wurde die ehemalige Viktoria-Kaserne in Hamburg-Altona aus städtischem Besitz gekauft, um sie zu sanieren, umzubauen und zu erweitern. Aus dem denkmalgeschützten Gebäude wird dauerhaft ein gemeinschaftlich betriebener Produktionsort für Kunst, Kultur und Gestaltung, Gewerbe und Bildung, kleine Firmen sowie soziale Organisationen.
frappant.org
www.fux-eg.org

Anna Kokalanova
studierte Architektur an der Bauhaus Universität Weimar und Stadtplanung und Stadtentwicklung an der HafenCity Universität Hamburg. Nach ihrer Abschlussarbeit über die Roma-Siedlung »Fakulteta« in Sofia arbeitete sie u.a. als Projektkoordinatorin bei der Internationalen Bauausstellung »IBA Hamburg GmbH« und als wissenschaftliche Mitarbeiterin im Bereich angewandte Kulturtheorie an der HCU Hamburg. Sie ist Mitgründerin und Teil des Kollektivs »space department« sowie Mitglied im Frappant e.V. seit 2005. Derzeit arbeitet sie an ihrer Dissertation »Jenseits von Ghettoisierung. Städtische Ankommensprozesse von bulgarischen Roma im europäischen Raum« in Wien, Sofia und Berlin. Seit August 2013 ist sie als Koordinatorin für die Plattform future.lab am Dekanat der Fakultät für Architektur und Raumplanung der TU Wien tätig.

Daniel Behrens
ist selbstständiger Kommunikationsdesigner mit Schwerpunkt Typografie und Schriftgestaltung und Mitgründer des Büros PBLC. PBLC schafft den Spagat zwischen Aufträge für Kultur- und Bildungseinrichtungen und freien, selbstinitiierten Projekten. Parallel unterrichtet Daniel im Bereich Typografie u.a. an der Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg. Vom 2012 bis 2014 war er Vorstandsmitglied im Frappant e.V. und seit ihrer Gründung im 2013 ist er Vorstandsmitglied in der fux e.G. Genossenschaft.

HabiTAT, Stadtklan, Linz und Wien; Florian Humer, Erik Seethaler
Das habiTAT und Stadtklan arbeiten zusammen mit anderen Initiativen an einer Struktur, die es Menschen und vor allem Gruppen von Menschen erlauben soll, gemeinschaftliche, selbstverwaltete und solidarische Wohnprojekte abseits kapitalistischer Hierarchien zu entwickeln. Dabei orientiert sich das Projekt am Modell des deutschen Mietshäuser-Syndikats. Ziel ist es, den Prozess von der Gruppenfindung bis hin zum Erwerb eines Hauses so einfach wie möglich zu gestalten und ein rechtliches und finanzielles Rahmenkonzept zu entwerfen, das die erworbenen Immobilien langfristig der marktförmigen Verwertung entzieht.
habitat.servus.at
www.stadtklan.org

Florian Humer
Florian Humer ist zur Zeit Obmensch des habiTAT und arbeitet gemeinsam mit anderen habiTäter*innen an dem Wohnprojekt Willy-Fred in Linz

Erik Seethaler
ist einer der Initiator_innen und Mitbegründer von Stadtklan und dort neben seiner derzeitigen Tätigkeit als Kassier in der Arbeitsgemeinschaft für Recht und Finanzen aktiv.

Ko.Sy – Kollektives Syndikat; Frauke, Tobias
Wir als Ko.Sy beschäftigen uns mit dem Aufbau einer Struktur und der Entwicklung von Tools, um Eigentum von Nutzung zu trennen, Liegenschaften dauerhaft aus dem Spekulationskreislauf/System freizuspielen und somit Ressourcen für kollektive und emanzipatorische Nutzung zur Verfügung zu stellen.
zugangzuland.noblogs.org

Frauke
hat eine queer-feministische und nicht-kommerzielle Zweitsozialisation erlebt und beschäftigt sich mit den Fragen wie das Leben gemeinschaftlich und abseits der Norm gelebt werden kann.

Tobias
begeistert sich für physische und digitale Allmenden und bemüht sich um die Kollektivierung der Mobilität im ländlichen Raum.

Stiftung RASENNA, Wien; Helmut Friedl
Die Stiftung Rasenna will eine nachhaltige Bodennutzung langfristig durch die Förderung gemeinschaftlicher, selbstorganisierter Projekte in den Bereichen Wohnen, Arbeiten und Landwirtschaften sicherstellen. Die Stiftung unterstützt beim Freikauf von Grundstücken. Die Festschreibung eines Stiftungszwecks sichert langfristig Gründungsideen und Werte wie Selbstorganisation und gemeinschaftliche Nutzung.
rasenna.at

Helmut Friedl
Supervisor und Coach; Vorstand Wohnprojekt Gennesaret (1230 Wien, Fertigstellung 2016); Vorstand Verein zur Gründung der RASENNA Privatstiftung, Atkives Mitglied der Initiative für gemeinschaftliches Bauen und Wohnen;
Organisationsberater

Genossenschaft in Gründung, Wien; Robert Temel
Aktuell arbeitet eine Gruppe von InitiatorInnen an der Gründung einer gemeinwohlorientierten Wohnbaugenossenschaft, die insbesondere auch selbstorganisierte Wohnprojekte fördern und unterstützen soll. Die neue Genossenschaft wird sich ganz in den Dienst der Förderung gemeinschaftlichen Wohnens stellen: in unterschiedlichen Wohnformen, in Stadt und Land, für Jung und Alt, für Vermögendere ebenso wie für weniger Betuchte. Die Organisation ermöglicht und erleichtert den Start und die Umsetzung von gemeinschaftlichen Wohnprojekten und anderen Wohnformen und stellt Leistungen rund ums Wohnen zur Verfügung.

Robert Temel
ist selbstständiger Architektur- und Stadtforscher in Wien. Sein Forschungsinteresse dreht sich um die Nutzung und Herstellung von Architektur und Stadt mit Schwerpunkt auf Wohnbau, Stadtplanung und öffentlichen Raum. Sprecher der Plattform Baukultur seit 2013. Mitbegründer und Vorstandsmitglied der Initiative für gemeinschaftliches Bauen und Wohnen seit 2009.

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Veröffentlicht am 25. April 2015, in News, Termine. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. Hinterlasse einen Kommentar.

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