Archiv der Kategorie: News

Wohnprojekte-Frühstück in der Mauerseglerei (ehem. Gennesaret) am 10.9.2017

Um die verschiedenen Formen gemeinschaftlichen Wohnens kennenzulernen, lädt die Initiative für gemeinschaftliches Bauen und Wohnen neuerlich zu einem Wohnprojekt-Frühstück ein – diesmal in das Wohnprojekt „Mauerseglerei“ in Wien-Mauer.

Zu sehen ist ein gemeinschaftliches Wohnprojekt, das im Herbst 2016 fertiggestellt wurde. Neben 27 Wohnungen und Gemeinschaftsräumen beinhaltet dieses Projekt eine reformpädagogische Grundschule und ein Therapiezentrum. Der große Saal wird für Seminare vermietet.
Das Gemeinschaftsleben gestaltet sich vielfältig: Aktivitäten und Begegnungen in den Gemeinschaftsräumen und Außenanlagen oder alltäglich durch nachbarschaftliche Unterstützung, besonders auch hinsichtlich der Kinder. Gemeinsame Arbeiten am Projekt und regelmäßiges Feiern sind Teile des Alltags. Solidarität, Ökologie, Gemeinschaftsleben und Spiritualität bilden die vier Säulen des Projektes, die dem Konzept der Wohngruppe bestimmen. Das Projekt liegt in grüner Randlage mit vielfältiger und naher Infrastruktur. Die Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr ist durch die nahe S-Bahn (Station „Atzgersdorf“) und durch Busse gegeben.

Detaillierte Auskunft über das Projekt erwartet uns beim Wohnprojekte-Frühstück am 10.9.2017, um 10 Uhr.

Herzliche Einladung dazu!

Im Anschluss an das Wohnprojekte-Frühstück findet ein „Open-House“ mit Führung durch das gesamte Gebäude statt.
Adresse der Mauerseglerei: Endresstraße 59c, 1230 Wien
Weitere Infos zum Projekt unter projekt-gennesaret.wixsite.com/gennesaret
Wir ersuchen um Anmeldung unter fruehstueck@gemeinsam-bauen-wohnen.org

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Lasset uns teilen!

Habt ihr ein bevorstehendes Treffen, eine Terminankündigung oder ein Foto eines kürzlich abgehaltenen Workshops?

Schickt uns einen Website- oder facebook-Link oder auch ein, zwei Sätze am besten mit einem Foto dazu an kontakt@inigbw.org

Wir teilen Eure Ankündigungen über unsere facebook-Seite. Sie hat über 990 AbonnentInnen, die sich freuen, von Euch zu erfahren! Je sichtbarer die Aktivitäten von Baugemeinschaften insgesamt sind, desto besser!

Speziell für Projektideen oder bestehende Gruppen für die nächste Tranche der Baugruppen in Aspern haben wir ein Schwarzes Brett auf unserer Website eingerichtet.

Euer Ini-GBW Team

21. und 22.10.: Tagung Soziale Ausrichtung von Baugemeinschaften. Engagement und Herausforderung

Der deutsche Bundesverband Baugemeinschaften e.V., Freiburg, veranstaltet in Kooperation mit der österreichischen Initiative für gemeinschaftliches Bauen und Wohnen, Wien,
am 21. und 22. Oktober 2016
eine Tagung zum Thema
Soziale Ausrichtung von Baugemeinschaften. Engagement und Herausforderung.
Tagungsort ist das Wohnprojekt Wien, 1020 Wien, Krakauer Straße 19.

Wesentliche Ziele für Beteiligte an Baugemeinschaftsprojekten sind Selbstbestimmung und Gemeinschaftlichkeit. Viele Projekte verstehen unter Gemeinschaftlichkeit jedoch mehr als das Wohnen mit Gleichgesinnten und wollen deshalb ihr Projekt dafür nützen, um Solidarität über diese Gruppe hinaus zu zeigen. Die Tagung widmete sich Baugemeinschaften, die derartige Ansätze integriert haben. Verschiedene Zugänge wurden zur Diskussion gestellt und verglichen. Ein wesentliches Thema war dabei die Balance zwischen Engagement und Selbstüberforderung, zwischen zivilgesellschaftlichem Handeln und staatlicher Vorsorge. Das Thema wurde anhand von vorrangig Wiener Beispielen behandelt. In zwei Exkursionen am 22. Oktober wurde ein Überblick über die Wiener Baugemeinschafts-Situation gegeben.

Das detaillierte Programm finden Sie hier als pdf.

Änderungen am Vortrags- und Diskussionsprogramm sowie am Exkursionsprogramm sind vorbehalten.

Die Tagung wurde unterstützt von:

Die Initiative in Prosa!

100PTagfuerTag_Buchcover

Wir sind stolz, im neuen Buch von Thomas Weber „100 Punkte Tag für Tag“ erwähnt zu werden.
Genauer im Kapitel „Zieh in eine WG oder tausch deine Wohnung (gegen ein Haus am Land)“ erläutert er, warum nicht nur Studenten Wohngemeinschaften in Betracht ziehen sollten, sondern auch Senioren oder städtische Dorfbewohner:

Praxisabend 03.05.: Zwischen Aktion und Überforderung – Baugruppen und ihr „Ausstrahlen“ in die Stadt

Praxisabend der Initiative für gemeinschaftliches Bauen und Wohnen im Rahmen der Reihe Gemeinsam Bauen Wohnen in der Praxis

Dienstag, 3.5.2016, 19-21 Uhr
Wohnprojekt Wien,
1020 Wien, Krakauer Straße 19

Konzeption und Moderation: Robert Temel

Zwischen Aktion und Überforderung – Baugruppen und ihr „Ausstrahlen“ in die Stadt

Wir wollen diskutieren, welche Angebote Baugruppen der umgebenden Stadt machen wollen und können, welche sie real machen, was das für Ihre innere Organisation und ihre Handlungsfähigkeit bedeutet bzw. wie es sich auswirkt, welches Ausmaß an „Angebot“ sinnvoll und verträglich ist und was eigentlich aus Sicht des Umfelds sinnvoll angeboten werden soll. Ebenso geht es um Anforderungen von Stadtplanung und Baugruppenverfahren und deren Bedeutung für den späteren Alltag im Stadtviertel.

ImpulsgeberInnen

  • N.N., Sargfabrik
  • Heinz Feldmann, Gründer Wohnprojekt Wien
  • N.N., LiSA Leben in der Seestadt Aspern
  • N.N., Gleis 21 (Hauptbahnhofareal)
  • Anneke Essl, Bewohnerin Nordbahnhofviertel

Nach den Impulsvorträgen können die Themen in einem World-Café mit den Vortragenden an Thementischen vertieft werden. Abschließend werden die Ergebnisse noch einmal für alle vorgestellt.

Über unverbindliche Anmeldungen freuen wir uns an praxis@gemeinsam-bauen-wohnen.org.

Weitere Infos zur Veranstaltungsreihe und ein Rückblick der ersten Abende sind auf der Website der Initiative zu finden.
Wenn Sie diese Informationen hilfreich finden, werden Sie doch Mitglied der Initiative für gemeinschaftliches Bauen und Wohnen.

Praxisabend 05.04.2016: Crowdfunding – Alternative Finanzierungsmodelle, eine Chance für Baugruppen?

Workshop der Initiative für gemeinschaftliches Bauen und Wohnen im
Rahmen der Reihe „Gemeinsam Bauen Wohnen in der Praxis“

Dienstag, 05.04.2016,
19-21 Uhr
Wohnprojekt Wien,
1020 Wien, Krakauer Straße 19

Konzeption und Moderation:
Helmut Friedl

Crowdfunding – Alternative Finanzierungsmodelle, eine Chance für Baugruppen?

Eine der ersten und zentralen Herausforderungen in allen Projekten des gemeinschaftlichen Bauen und Wohnens ist immer auch die Finanzierung. Die Frage ist: Kann Crowdfunding eine sinnvolle Alternative oder Ergänzung zu den klassischen Finanzierungsinstrumenten Hypothekarkredit und Wohnbauförderung sein? Welche der zahlreichen Crowdfunding-Internet-Plattformen eignen sich für Baugruppen-Projekte? Welche Finanzierungsinstrumente und Rechtskonstruktionen sind empfehlenswert? Was sind die Erfolgsfaktoren der Baugruppen, die aktuell hohe Beträge mit alternativen Finanzierungen aufstellen können?

ImpulsgeberInnen:

  • Helmut Friedl, Organisationsberater, Mitglied der Initiative: Einleitung, Überblick
  • N.N., Lebensgut Miteinander: Erfolgreich finanzieren mit dem Vermögenspool
  • Philipp Walz, Respekt.net: Crowdfunding für eine bessere Gesellschaft
  • Christian Frantal, Wohnwagon: Selbstbestimmt und autark leben, erfolgreich mit der Cloud finanziert
  • Wolfgang Gumpelmaier, gumpelmedia, Crowdfunding-Service.com
  • Peter Schaden, ADMCOM
  • Johann Sebastian Kann, HOME ROCKET
  • Günther Lindenlaub, Finnest
  • Florian Humer, Habitat & Willy*Fred: Erfolgreiche Direktkreditkampagne für den Hauskauf

 

Nach den Impulsvorträgen können die Themen in einem World-Café mit den Vortragenden an vier Thementischen vertieft werden. Abschließend werden die Ergebnisse noch einmal für alle vorgestellt.

Nächster Praxisabend:

  • 3. Mai 2016: Zwischen Aktion und Überforderung – Baugruppen und ihr “Ausstrahlen” in die Stadt

Über unverbindliche Anmeldungen freuen wir uns: praxis@gemeinsam-bauen-wohnen.org
Mit der Anmeldung werden Sie in den Newsletter der Initiative aufgenommen, der etwa 1-2 mal pro Monat versendet wird. Sollten Sie dies nicht wünschen, bitten wir um kurze Notiz in der Anmeldung. Vielen Dank.

Dokumentation:

Einen Überblick und die Dokumentation aller Praxisabende finden Sie hier. Wenn Sie diese Informationen hilfreich finden, werden Sie doch Mitglied der Initiative für gemeinschaftliches Bauen und Wohnen.

 

Praxisabend 12.01.2016: Grund zu Bauen

7.1.2016: Ulli Hahn, die ursprünglich über das Baugruppenverfahren am Hauptbahnhof sprechen wollte, ist leider für den Abend verhindert. An Ihrer Stelle wird Robert Temel über die Situation in Wien berichten, der dankenswerter Weise kurzfristig einspringt.

Robert Temel
ist selbstständiger Architektur- und Stadtforscher in Wien. Sein Forschungsinteresse dreht sich um die Nutzung und Herstellung von Architektur und Stadt mit Schwerpunkt auf Wohnbau, Stadtplanung und öffentlichen Raum. Seit 2014 leitet er die Verfahrensbetreuung der Bewerbungsverfahren für Baugruppen und Quartiershäuser am Hauptbahnhofareal in Wien, 2012 verfasste er eine Studie über Baugemeinschaften in der Wiener Seestadt Aspern mit Fokus auf partizipative Planung und kooperative Planung zwischen den Gruppen.

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Praxisabend der Initiative für gemeinschaftliches Bauen und Wohnen im Rahmen der Reihe „Gemeinsam Bauen Wohnen in der Praxis“

Dienstag, 12.1.2016,
19-21 Uhr
Wohnprojekt Wien,
1020 Wien, Krakauer Straße 19

Konzeption und Moderation:
Ernst Gruber

„Grund zu Bauen – Baugruppen und ihr Zugang zu Grundstücken in der Stadtentwicklung“

Die Möglichkeiten der Stadtentwicklung und des gemeinschaftlichen Bauens und Wohnens stehen und fallen mit den Möglichkeiten, an Grundstücke zu gelangen. Eine Vergabe nach Konzepten statt dem besten Preis birgt die Frage, nach welchen Kriterien sich die Qualität eines Projektes in einem solchen Verfahren beurteilen lässt. Welche Rolle spielen dabei wohnungspolitische Kriterien, welche architektonische? Wie lassen sich gruppenbezogene und Prozessqualitäten beurteilen? Welche impulsgebenden und vorbereitenden Maßnahmen können im Vorfeld gesetzt werden? Wie können solche Verfahren fair und mit für alle vertretbarem Aufwand durchgeführt werden? Kurz: Wie soll man den Zugang zu solchen Grundstücken regeln?

An dem Abend versuchen wir, Ergebnisse und Erfahrungen aus der Umsetzung jüngster Verfahren aus Deutschland und Österreich mit einander zu vergleichen. Was funktioniert und was wird adaptiert? Was lässt sich auf die Situation in Österreich und speziell in Wien anwenden – nicht nur, aber auch vor dem Hintergrund der neuen Wiener rot-grünen Regierungskoalition? Was kann die Stadtentwicklung von den Baugemeinschaften lernen und umgekehrt?

ImpulsgeberInnen:
Angela Hansen,
Hamburg, Chefin der Agentur für Baugemeinschaften
Michael Kunert,
Stuttgart, Kontaktstelle Baugemeinschaften
Uwe Wulfrath,
Tübingen, Fachabteilung Projektentwicklung
Robert Temel,
Wien, Architektur- und Stadtforscher

In gewohnter Form starten wir mit Kurzvorträgen unserer Gäste und gehen dann in eine Diskussion mit Publikumsbeteiligung über. Über unverbindliche Anmeldungen freuen wir uns an praxis@gemeinsam-bauen-wohnen.org.

Die Vortragenden:

Angela Hansen
Hamburg, Chefin der Agentur für Baugemeinschaften

„Baugemeinschaften sind zwar ein kleines Segment in Hamburg, sie machen die Stadt aber ein bisschen bunter. Baugemeinschaften sind in der Regel sozial engagiert und wirken dadurch in ihren Stadtteil hinein. Davon profitiert auch die Stadt!“

„Ich leite die Agentur für Baugemeinschaften, die in Hamburg in der Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen in der Abteilung Wohnen angesiedelt ist. 2003 ist die Agentur gegründet worden. Seither sind wir Ansprechpartner für alle an dem Thema Interessierten. Wir beraten Gruppen, verfügen über ein eigenes Förderprogramm für genossenschaftlich orientierte Gruppen, stellen städtische Grundstücke bereit. Wir lotsen die Baugemeinschaften durch das Verfahren von der Idee bis zum Einzug.“

 

Michael Kunert
Stuttgart, Kontaktstelle Baugemeinschaften

„Der beste Weg, Stadt zu entwickeln, ist gemeinsam mit Bürgern!“

Die Kontaktstelle Baugemeinschaften der Landeshauptstadt Stuttgart wurde 2012 eingerichtet. Wesentliche Aufgaben der Kontaktstelle für Baugemeinschaften sind die Konditionierung von Standorten, die Durchführung der Verfahren zur Vergabe von Grundstücken, die Begleitung und Beratung der Baugruppen im Verfahren mit Qualitätssicherung, sowie Öffentlichkeitsarbeit.

2012 erfolgte in Stuttgart der Grundsatzbeschluss „Bürger bauen mit –  Baugemeinschaften in Stuttgart “ des Gemeinderats zur Vergabe von Baugrundstücken an Baugemeinschaften zum Festpreis und im Konzeptverfahren.

Michael Kunert, Studium der Architektur und Stadtplanung an der Uni Stuttgart. Seit 1998 freiberufliche Tätigkeit im Spannungsfeld Stadtplanung, Kommunikation und Bürgerbeteiligung. Von 1998 bis 2004 wissenschaftlicher Mitarbeiter am Städtebau-Institut der Uni Stuttgart. 2007/08 Vertretungsprofessur am Karlsruher Institut für Technologie. Seit 2012 Mitarbeiter im Amt für Stadtplanung und Stadterneuerung der Landeshauptstadt Stuttgart, Strategie Wohnen / Kontaktstelle Baugemeinschaften.

 

Uwe Wulfrath
Tübingen, Leiter des Fachbereichs Planen, Entwickeln, Liegenschaften der Stadt Tübingen,
einer der blühendsten Pionierstädte für Baugemeinschaften

Die Fachabteilung Projektentwicklung, das ehemalige Stadtsanierungsamt, ist verantwortlich für den Städtebaulichen Entwicklungsbereich „Stuttgarter Straße/ Französisches Viertel“ in der Tübinger Südstadt. Für die Wirtschaftsförderungsgesellschaft Tübingen übernimmt sie die Entwicklung von Gewerbebrachen zu gemischten städtischen Quartieren.

 

Nächste Praxisabende:
> 16. Feb. 2016: Digitale Werkzeuge für die Selbstorganisation in Gruppen
> 1. März 2016: Gelebte Soziokratie in Wohnprojekten als Organisationsform
> 5. April 2016: Crowdfunding
> 3. Mai 2016: Zwischen Aktion und Überforderung – Baugruppen und ihr “Ausstrahlen” in die Stadt

Dokumentation:
Einen Überblick und die Dokumentation aller Praxisabende finden Sie hier.
Wenn Sie diese Informationen hilfreich finden, werden Sie doch Mitglied der Initiative für gemeinschaftliches Bauen und Wohnen.

Out Now: „Gemeinsam Bauen Wohnen in der Praxis“

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Mit freundlicher Unterstützung der Wien 3420 Aspern Development AG und des Bundeskanzleramts konnte die Initiative für gemeinschaftliches Bauen und Wohnen eine Publikation über die bisherigen Abende der Veranstaltungsreihe ‚Gemeinsam Bauen Wohnen in der Praxis‘ herausgeben.
Darin sind die ersten 9 Workshops aus dem Jahr 2014 über, für und mit Baugruppen in Wien dokumentiert. Themen waren Diversität und Interkulturalität, Stadtentwicklung, Finanzierungsformen, Ablauf und Zeitökonomie, Wohnbauförderung, Solidarität, Carsharing, Selbstbau und Konflikte – sowie Stadtentwicklung und Baugruppen. Zusätzlich wird die Entwicklung der Asperner Baugruppen und der Kontext der Wiener Baugruppen insgesamt erläutert.

Die Publikation ist hier online zugänglich.

Bei den Veranstaltungen der Initiative können Exemplare erworben werden, solange der Vorrat reicht. Mitglieder der Initiative erhalten ein Printexemplar kostenfrei zugesandt. Wenn Sie noch im heurigen Jahr Mitglied werden, erhalten auch Sie ein Exemplar!

Die kommenden Workshoptermine
01. 12. 2015: Partizipative Planungsprozesse
12. 01. 2016: Grund zu Bauen – Grundstücksvergabe an Baugruppen
16. 02. 2016: Digitale Werkzeuge für die Selbstorganisation in Gruppen
01. 03. 2016: Gelebte Soziokratie in Wohnprojekten als Organisationsform
05. 04. 2016: Crowdfunding
03. 05. 2016: Zwischen Aktion und Überforderung – Baugruppen und ihr “Ausstrahlen” in die Stadt

jeweils an einem Dienstag, von 19:00-21:00
im Wohnprojekt Wien, 1020 Wien, Krakauer Straße 19

Kontakt: praxis[at]gemeinsam-bauen-wohnen.org

Workshop am 5.Mai: Syndikat – Kollektiv – Genossenschaft – Stiftung: Selbstorganisiertem Handeln Form geben

Workshop der Initiative für gemeinschaftliches Bauen und Wohnen im
Rahmen der Reihe Gemeinsam Bauen Wohnen in der Praxis

Dienstag, 5. Mai 2015
19–21 Uhr
Mobiles Stadtlabor der TU Wien
im Resselpark, 1040 Wien
(gegenüber dem Ausgang Resselpark der U2 und U4, Karlsplatzpassage)

Eintritt frei, um Anmeldung wird gebeten:
praxis[at]gemeinsam-bauen-wohnen.org

Konzept und Moderation: Ernst Gruber

Die sich vorstellenden Gruppen aus Wien, Hamburg und Linz zeigen ein aktuelles Spektrum selbstorganisierten Handelns im Bereich des Bauens, Wohnens, Arbeitens und Landwirtschaftens. Dabei geht es von der Frage des Umgangs mit Grund und Boden bis hin zur Regelung des Zugangs und den Bedingungen der Nutzung. Die gewählten Organisationsformen sind zugleich modellhaft und eröffnen die Möglichkeit der Wiederholung. Sie stehen somit für einen maßstäblichen Entwicklungssprung, der weg vom Einzelprojekt führen kann. Wir bekommen Einblick in die Fragen, für welche Organisations- und Rechtsform man sich aus welchen Gründen entscheidet, was das für Konsequenzen hat und welche Möglichkeiten sich dadurch eröffnen können. Die Gruppen stehen dabei an unterschiedlichen Punkten ihrer Projektgeschichte. Wir wollen wie immer bei unseren Workshops nach den Kurzpräsentationen gemeinsam diskutieren, im Anschluss werden die erarbeiteten Themen vorgestellt.

Frappant e.V., Hamburg; Anna Kokalanova, Daniel Behrens
Durch eine eigens gegründete Genossenschaft wurde die ehemalige Viktoria-Kaserne in Hamburg-Altona aus städtischem Besitz gekauft, um sie zu sanieren, umzubauen und zu erweitern. Aus dem denkmalgeschützten Gebäude wird dauerhaft ein gemeinschaftlich betriebener Produktionsort für Kunst, Kultur und Gestaltung, Gewerbe und Bildung, kleine Firmen sowie soziale Organisationen.
frappant.org
www.fux-eg.org

Anna Kokalanova
studierte Architektur an der Bauhaus Universität Weimar und Stadtplanung und Stadtentwicklung an der HafenCity Universität Hamburg. Nach ihrer Abschlussarbeit über die Roma-Siedlung »Fakulteta« in Sofia arbeitete sie u.a. als Projektkoordinatorin bei der Internationalen Bauausstellung »IBA Hamburg GmbH« und als wissenschaftliche Mitarbeiterin im Bereich angewandte Kulturtheorie an der HCU Hamburg. Sie ist Mitgründerin und Teil des Kollektivs »space department« sowie Mitglied im Frappant e.V. seit 2005. Derzeit arbeitet sie an ihrer Dissertation »Jenseits von Ghettoisierung. Städtische Ankommensprozesse von bulgarischen Roma im europäischen Raum« in Wien, Sofia und Berlin. Seit August 2013 ist sie als Koordinatorin für die Plattform future.lab am Dekanat der Fakultät für Architektur und Raumplanung der TU Wien tätig.

Daniel Behrens
ist selbstständiger Kommunikationsdesigner mit Schwerpunkt Typografie und Schriftgestaltung und Mitgründer des Büros PBLC. PBLC schafft den Spagat zwischen Aufträge für Kultur- und Bildungseinrichtungen und freien, selbstinitiierten Projekten. Parallel unterrichtet Daniel im Bereich Typografie u.a. an der Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg. Vom 2012 bis 2014 war er Vorstandsmitglied im Frappant e.V. und seit ihrer Gründung im 2013 ist er Vorstandsmitglied in der fux e.G. Genossenschaft.

HabiTAT, Stadtklan, Linz und Wien; Florian Humer, Erik Seethaler
Das habiTAT und Stadtklan arbeiten zusammen mit anderen Initiativen an einer Struktur, die es Menschen und vor allem Gruppen von Menschen erlauben soll, gemeinschaftliche, selbstverwaltete und solidarische Wohnprojekte abseits kapitalistischer Hierarchien zu entwickeln. Dabei orientiert sich das Projekt am Modell des deutschen Mietshäuser-Syndikats. Ziel ist es, den Prozess von der Gruppenfindung bis hin zum Erwerb eines Hauses so einfach wie möglich zu gestalten und ein rechtliches und finanzielles Rahmenkonzept zu entwerfen, das die erworbenen Immobilien langfristig der marktförmigen Verwertung entzieht.
habitat.servus.at
www.stadtklan.org

Florian Humer
Florian Humer ist zur Zeit Obmensch des habiTAT und arbeitet gemeinsam mit anderen habiTäter*innen an dem Wohnprojekt Willy-Fred in Linz

Erik Seethaler
ist einer der Initiator_innen und Mitbegründer von Stadtklan und dort neben seiner derzeitigen Tätigkeit als Kassier in der Arbeitsgemeinschaft für Recht und Finanzen aktiv.

Ko.Sy – Kollektives Syndikat; Frauke, Tobias
Wir als Ko.Sy beschäftigen uns mit dem Aufbau einer Struktur und der Entwicklung von Tools, um Eigentum von Nutzung zu trennen, Liegenschaften dauerhaft aus dem Spekulationskreislauf/System freizuspielen und somit Ressourcen für kollektive und emanzipatorische Nutzung zur Verfügung zu stellen.
zugangzuland.noblogs.org

Frauke
hat eine queer-feministische und nicht-kommerzielle Zweitsozialisation erlebt und beschäftigt sich mit den Fragen wie das Leben gemeinschaftlich und abseits der Norm gelebt werden kann.

Tobias
begeistert sich für physische und digitale Allmenden und bemüht sich um die Kollektivierung der Mobilität im ländlichen Raum.

Stiftung RASENNA, Wien; Helmut Friedl
Die Stiftung Rasenna will eine nachhaltige Bodennutzung langfristig durch die Förderung gemeinschaftlicher, selbstorganisierter Projekte in den Bereichen Wohnen, Arbeiten und Landwirtschaften sicherstellen. Die Stiftung unterstützt beim Freikauf von Grundstücken. Die Festschreibung eines Stiftungszwecks sichert langfristig Gründungsideen und Werte wie Selbstorganisation und gemeinschaftliche Nutzung.
rasenna.at

Helmut Friedl
Supervisor und Coach; Vorstand Wohnprojekt Gennesaret (1230 Wien, Fertigstellung 2016); Vorstand Verein zur Gründung der RASENNA Privatstiftung, Atkives Mitglied der Initiative für gemeinschaftliches Bauen und Wohnen;
Organisationsberater

Genossenschaft in Gründung, Wien; Robert Temel
Aktuell arbeitet eine Gruppe von InitiatorInnen an der Gründung einer gemeinwohlorientierten Wohnbaugenossenschaft, die insbesondere auch selbstorganisierte Wohnprojekte fördern und unterstützen soll. Die neue Genossenschaft wird sich ganz in den Dienst der Förderung gemeinschaftlichen Wohnens stellen: in unterschiedlichen Wohnformen, in Stadt und Land, für Jung und Alt, für Vermögendere ebenso wie für weniger Betuchte. Die Organisation ermöglicht und erleichtert den Start und die Umsetzung von gemeinschaftlichen Wohnprojekten und anderen Wohnformen und stellt Leistungen rund ums Wohnen zur Verfügung.

Robert Temel
ist selbstständiger Architektur- und Stadtforscher in Wien. Sein Forschungsinteresse dreht sich um die Nutzung und Herstellung von Architektur und Stadt mit Schwerpunkt auf Wohnbau, Stadtplanung und öffentlichen Raum. Sprecher der Plattform Baukultur seit 2013. Mitbegründer und Vorstandsmitglied der Initiative für gemeinschaftliches Bauen und Wohnen seit 2009.

Konflikte und Konfliktmanagement in Baugruppen

Dienstag, 9.Dezember 2014
19:00 – 21:00 Uhr
im Wohnprojekt Wien
1020 Wien, Krakauer Straße 19

„Wenn wir erleben, dass wir durch das Handeln anderer Personen dabei beeinträchtigt werden, die eigenen Vorstellungen, Gefühle oder Absichten zu leben oder zu verwirklichen, befinden wir uns in einem Konflikt.“ (Definition nach Friedrich Glasl)

Keine Baugruppe ist ohne Konflikte. Welche Maßnahmen eigenen sich in Baugruppen und ihrem Umfeld zur Konfliktprävention? Wie können Konflikte innerhalb des Systems konstruktiv bearbeitet werden? Und wann ist Hilfe von außen nötig?

Konzept, Organisation und Moderation: Regina Gschwendtner, Anne Lang

Impulsvorträge – anschließend Diskussion und Austausch an 4 Tischen mit den ImpulsgeberInnen:

Bei Konflikten geht es immer um unterschiedliche Sichtweisen. Entsprechend sollen in den Impulsstatements auch unterschiedliche Blickwinkel auf Konfliktfelder in Baugruppen sichtbar werden. Exemplarisch stellen wir -teilweise in Personalunion- folgende Perspektiven vor: drei BewohnerInnen unterschiedlicher Projekte, zwei Mediatorinnen, ein Projektbegründer, eine Baugruppenbetreuerin, ein Architekt von Baugruppenprojekten, eine Trainerin für gewaltfreie Kommunikation, eine Soziologin, eine Projektmanagerin, ein Moderator.

Im Fokus steht dabei, wie mit Konflikten in den unterschiedlichen Rollen und Projekten (und dessen unterschiedlichen Phasen) umgegangen wird.

Impuls Konflikttheorie und Einleitung: Regina Gschwendtner / Projektentwicklerin, Projektmanagerin und Mediatorin
Impuls Konfliktpraxis im Wohnprojekt Wien: Erich Kolenaty / Managementtrainer und Unternehmensberater, Bewohner im Wohnprojekt Wien
Impuls Konfliktpraxis in der Planung von Baugruppenprojekten: Helmut Deubner / Architekt, Gründer und Bewohner des „Lebensraum Gänserndorf“
Impuls Konfliktpraxis in der Baugruppenbetreuung: Petra Hendrich / Soziologin, Architektin, Mediatorin
Impuls Konfliktpraxis in der Gemeinschaft B.R.O.T.: Katharina Ossko / Trainerin für Gewaltfreie Kommunikation, Restorative Kreise/Restorative Circles, Bewohnerin B.R.O.T. Kalksburg

Kurz-Biografien der ExpertInnen (ohne Titel)

  • Regina Gschwendtner, raum & kommunikation
    Studium der Architektur in Wien, Michigan und Barcelona. Mediatorin.
    Nach Tätigkeit in verschiedenen Architekturbüros und an der TU Wien ist sie seit 2012 Mitarbeiterin im Büro raum & kommunikation.
    Ihre Arbeitsschwerpunkte sind Bauherrenberatung, Projektentwicklung und Projektsteuerung für gemeinschaftliche Wohnprojekte.
    http://www.raum-komm.at
  • Erich Kolenaty, TRANSFORMATION Unternehmensentwicklung
    Jahrgang 1956, Betriebswirt und geprüfter Unternehmensberater, seit 1983 freier Managementtrainer und Unternehmensberater
    Besondere Ausrichtung:
    Systemische Beratung bei Teambuilding und Unternehmensentwicklung
    Moderation: Konzeption und Begleitung von Projekten, Workshops und Konferenzen
    Spezialist für die interaktive Arbeit mit großen Gruppen und die nachhaltige Mobilisierung von Veränderungsenergie
    Die Moderationswerkstatt: Trainer- und Moderatorenausbildung
    Seit 2010 Mitglied im Wohnprojekt Wien
    http://www.transformation.at
    http://www.wohnprojekt-wien.at
  • Helmut Deubner, Atelier Deubner
    studierte an der Akademie der bildenden Künste Wien bei Prof. Rainer und an der Techn. Hochschule Eindhoven.
    Seit 1983 leitet er sein Atelier für naturnahes Bauen in Gänserndorf, parallel dazu war er Mitbegründer und langjähriger Leiter des IBO – Österr. Institut für Baubiologie und Ökologie sowie Gastprofessor an der Donau-Universität Krems und Lektor an der WU Wien.
    Arbeitsschwerpunkte: ökologisches und biologisches Bauen, öffentliche Bauten (Schulen, Kindergärten) sowie Siedlungs- und Gemeinschaftsprojekte (Siedlung Rauchkogl in Ma. Enzersdorf, Ökosiedlung Gärtnerhof und Cohousing Projekt Lebensraum in Gänserndorf).
    http://www.derlebensraum.com
    http://www.atelierdeubner.at
  • Petra Hendrich, realitylab
    begleitet soziale Entwicklungsprozesse im Wohnbau und in der Stadtentwicklung. Im Büro realitylab entwickelte sie das Wohnprojekt Seestern Aspern und konzipiert Mitbestimmungsprojekte für den geförderten Wohnbau in Wien. Sie hat in Wien, Shenzhen und Shanghai Architektur studiert und ist Soziologin und Mediatorin. Zum Thema Frieden- und Konflikt arbeitet sie in Rahmen von Projekten mit Schülerinnen und Schülern.
    http://www.realitylab.at
  • Katharina Ossko
    Trainerin für Gewaltfreie Kommunikation, Restorative Kreise/Restorative Circles, Bewohnerin BROT Kalksburg
    Ein Schwerpunkt ihrer Arbeit ist die Erforschung von lebensdienlichen Systemen. Was fördert und was erschwert es gemeinsam „ermächtigt zu sein“, sowohl auf interpersoneller als struktureller Ebene. 9 Jahre Vorstand im Verein Gewaltfreie Kommunikation Österreich. Erfahrung und Ausbildung in Soziokratie und systemisches Konsensieren.
    http://www.brot-kalksburg.at
    http://www.gewaltfrei-katharina.at
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