Archiv der Kategorie: Workshop

Praxisabend 03.05.: Zwischen Aktion und Überforderung – Baugruppen und ihr „Ausstrahlen“ in die Stadt

Praxisabend der Initiative für gemeinschaftliches Bauen und Wohnen im Rahmen der Reihe Gemeinsam Bauen Wohnen in der Praxis

Dienstag, 3.5.2016, 19-21 Uhr
Wohnprojekt Wien,
1020 Wien, Krakauer Straße 19

Konzeption und Moderation: Robert Temel

Zwischen Aktion und Überforderung – Baugruppen und ihr „Ausstrahlen“ in die Stadt

Wir wollen diskutieren, welche Angebote Baugruppen der umgebenden Stadt machen wollen und können, welche sie real machen, was das für Ihre innere Organisation und ihre Handlungsfähigkeit bedeutet bzw. wie es sich auswirkt, welches Ausmaß an „Angebot“ sinnvoll und verträglich ist und was eigentlich aus Sicht des Umfelds sinnvoll angeboten werden soll. Ebenso geht es um Anforderungen von Stadtplanung und Baugruppenverfahren und deren Bedeutung für den späteren Alltag im Stadtviertel.

ImpulsgeberInnen

  • N.N., Sargfabrik
  • Heinz Feldmann, Gründer Wohnprojekt Wien
  • N.N., LiSA Leben in der Seestadt Aspern
  • N.N., Gleis 21 (Hauptbahnhofareal)
  • Anneke Essl, Bewohnerin Nordbahnhofviertel

Nach den Impulsvorträgen können die Themen in einem World-Café mit den Vortragenden an Thementischen vertieft werden. Abschließend werden die Ergebnisse noch einmal für alle vorgestellt.

Über unverbindliche Anmeldungen freuen wir uns an praxis@gemeinsam-bauen-wohnen.org.

Weitere Infos zur Veranstaltungsreihe und ein Rückblick der ersten Abende sind auf der Website der Initiative zu finden.
Wenn Sie diese Informationen hilfreich finden, werden Sie doch Mitglied der Initiative für gemeinschaftliches Bauen und Wohnen.

Rückblick: Praxisabend 01.03.2016: Gelebte Soziokratie in Wohnprojekten

Workshop der Initiative für gemeinschaftliches Bauen und Wohnen im
Rahmen der Reihe Gemeinsam Bauen Wohnen in der Praxis

Dienstag, 1. März 2016
19–21 Uhr
Wohnprojekt Wien,

1020 Wien, Krakauer Straße 19

Konzept und Moderation: Constance Weiser und Petra Hendrich

Gelebte Soziokratie in Wohnprojekten

Will man ein Wohnprojekt gemeinsam mit anderen auf die Beine stellen und recherchiert, was die verschiedenen Projekte machen, um erfolgreich zum Ziel zu kommen, stößt man mittlerweile unweigerlich auf die Soziokratie. Mittlerweile gibt es auch Mitglieder von Wohnprojekten, die sich durch die Vermittlung der Soziokratie ein neues berufliches  Standbein geschaffen haben. Was ist also dran an der Soziokratie?

Wir nutzten den Praxisabend dazu, einen kritischen Blick auf das Organisationsmodell der Soziokratischen Kreisorganisationsmethode (SKM) zu werfen.
Was leistet sie in Wohnprojekten? Wie wird sie konkret in der Praxis gelebt und eingesetzt? Wo liegen die Grenzen der Soziokratie?

00_Link Dokumentation „Soziokratie in Wohnprojekten“ als pdf

Praxis - 20160301 - Soziokratie

ImpulsgeberInnen:

  • Einleitung zur Soziokratie (Constance Weiser/Petra Hendrich)
  • Lebensgut Miteinander – Claudia Vogel – Gehen lernen durch Fallen
  • Pomali – Markus Vonach – Kulturwandel durch die Soziokratie
  • Seestern – Michael Herold – Soziokratie leicht abgewandelt
  • Gennesaret – Ursula Schanner – Restrukturierung der Gruppe durch Soziokratie
  • Südwind – Walter Bauer – Mehr Beteiligung durch Soziokratie –  auch abseits des Wohnprojektes
  • Barbara Strauch – Ergänzende Methoden zur Gemeinschaftsbildung

Nach den Impulsvorträgen wurden die Themen an 3 Thementischen mit den Vortragenden vertieft werden und im Anschluss wurden die Ergebnisse noch einmal für alle vorgestellt.

Themen der Diskussionstische:

  • Soziokratie und alles wird gut? Welche Erfahrungen gibt es mit/seit der Einführung der Soziokratie?
  • Was braucht es ergänzend zur bzw. statt der Soziokratie?
  • Wandelbare Soziokratie – wie wird die Soziokratie in der Praxis gelebt? Welche Herausforderungen gibt es?

Dokumentation:

Einen Überblick und die Dokumentation aller Praxisabende finden Sie hier. Wenn Sie diese Informationen hilfreich finden, werden Sie doch Mitglied der Initiative für gemeinschaftliches Bauen und Wohnen.

Praxisabend 05.04.2016: Crowdfunding – Alternative Finanzierungsmodelle, eine Chance für Baugruppen?

Workshop der Initiative für gemeinschaftliches Bauen und Wohnen im
Rahmen der Reihe „Gemeinsam Bauen Wohnen in der Praxis“

Dienstag, 05.04.2016,
19-21 Uhr
Wohnprojekt Wien,
1020 Wien, Krakauer Straße 19

Konzeption und Moderation:
Helmut Friedl

Crowdfunding – Alternative Finanzierungsmodelle, eine Chance für Baugruppen?

Eine der ersten und zentralen Herausforderungen in allen Projekten des gemeinschaftlichen Bauen und Wohnens ist immer auch die Finanzierung. Die Frage ist: Kann Crowdfunding eine sinnvolle Alternative oder Ergänzung zu den klassischen Finanzierungsinstrumenten Hypothekarkredit und Wohnbauförderung sein? Welche der zahlreichen Crowdfunding-Internet-Plattformen eignen sich für Baugruppen-Projekte? Welche Finanzierungsinstrumente und Rechtskonstruktionen sind empfehlenswert? Was sind die Erfolgsfaktoren der Baugruppen, die aktuell hohe Beträge mit alternativen Finanzierungen aufstellen können?

ImpulsgeberInnen:

  • Helmut Friedl, Organisationsberater, Mitglied der Initiative: Einleitung, Überblick
  • N.N., Lebensgut Miteinander: Erfolgreich finanzieren mit dem Vermögenspool
  • Philipp Walz, Respekt.net: Crowdfunding für eine bessere Gesellschaft
  • Christian Frantal, Wohnwagon: Selbstbestimmt und autark leben, erfolgreich mit der Cloud finanziert
  • Wolfgang Gumpelmaier, gumpelmedia, Crowdfunding-Service.com
  • Peter Schaden, ADMCOM
  • Johann Sebastian Kann, HOME ROCKET
  • Günther Lindenlaub, Finnest
  • Florian Humer, Habitat & Willy*Fred: Erfolgreiche Direktkreditkampagne für den Hauskauf

 

Nach den Impulsvorträgen können die Themen in einem World-Café mit den Vortragenden an vier Thementischen vertieft werden. Abschließend werden die Ergebnisse noch einmal für alle vorgestellt.

Nächster Praxisabend:

  • 3. Mai 2016: Zwischen Aktion und Überforderung – Baugruppen und ihr “Ausstrahlen” in die Stadt

Über unverbindliche Anmeldungen freuen wir uns: praxis@gemeinsam-bauen-wohnen.org
Mit der Anmeldung werden Sie in den Newsletter der Initiative aufgenommen, der etwa 1-2 mal pro Monat versendet wird. Sollten Sie dies nicht wünschen, bitten wir um kurze Notiz in der Anmeldung. Vielen Dank.

Dokumentation:

Einen Überblick und die Dokumentation aller Praxisabende finden Sie hier. Wenn Sie diese Informationen hilfreich finden, werden Sie doch Mitglied der Initiative für gemeinschaftliches Bauen und Wohnen.

 

Rückblick: Praxisabend 12.01.2016: Grund zu Bauen

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Praxisabend der Initiative für gemeinschaftliches Bauen und Wohnen im Rahmen der Reihe „Gemeinsam Bauen Wohnen in der Praxis“

Dienstag, 12.1.2016,
19-21 Uhr
Wohnprojekt Wien,
1020 Wien, Krakauer Straße 19

Konzeption und Moderation:
Ernst Gruber

„Grund zu Bauen – Baugruppen und ihr Zugang zu Grundstücken in der Stadtentwicklung“

Die Möglichkeiten der Stadtentwicklung und des gemeinschaftlichen Bauens und Wohnens stehen und fallen mit den Möglichkeiten, an Grundstücke zu gelangen. Eine Vergabe nach Konzepten statt dem besten Preis birgt die Frage, nach welchen Kriterien sich die Qualität eines Projektes in einem solchen Verfahren beurteilen lässt. Welche Rolle spielen dabei wohnungspolitische Kriterien, welche architektonische? Wie lassen sich gruppenbezogene und Prozessqualitäten beurteilen? Welche impulsgebenden und vorbereitenden Maßnahmen können im Vorfeld gesetzt werden? Wie können solche Verfahren fair und mit für alle vertretbarem Aufwand durchgeführt werden? Kurz: Wie soll man den Zugang zu solchen Grundstücken regeln?

An dem Abend versuchen wir, Ergebnisse und Erfahrungen aus der Umsetzung jüngster Verfahren aus Deutschland und Österreich mit einander zu vergleichen. Was funktioniert und was wird adaptiert? Was lässt sich auf die Situation in Österreich und speziell in Wien anwenden – nicht nur, aber auch vor dem Hintergrund der neuen Wiener rot-grünen Regierungskoalition? Was kann die Stadtentwicklung von den Baugemeinschaften lernen und umgekehrt?

 

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Die Vorträge der ImpulsgeberInnen:

00_Link Angela Hansen, Hamburg, Chefin der Agentur für Baugemeinschaften
00_Link Michael Kunert,
Stuttgart, Kontaktstelle Baugemeinschaften
00_Link Uwe Wulfrath,
Tübingen, Fachabteilung Projektentwicklung
00_Link Robert Temel,
Wien, Architektur- und Stadtforscher

 

00_Link Dokumentation „Grund zu Bauen“ als pdf

Praxisabend 12.01.2016: Grund zu Bauen

7.1.2016: Ulli Hahn, die ursprünglich über das Baugruppenverfahren am Hauptbahnhof sprechen wollte, ist leider für den Abend verhindert. An Ihrer Stelle wird Robert Temel über die Situation in Wien berichten, der dankenswerter Weise kurzfristig einspringt.

Robert Temel
ist selbstständiger Architektur- und Stadtforscher in Wien. Sein Forschungsinteresse dreht sich um die Nutzung und Herstellung von Architektur und Stadt mit Schwerpunkt auf Wohnbau, Stadtplanung und öffentlichen Raum. Seit 2014 leitet er die Verfahrensbetreuung der Bewerbungsverfahren für Baugruppen und Quartiershäuser am Hauptbahnhofareal in Wien, 2012 verfasste er eine Studie über Baugemeinschaften in der Wiener Seestadt Aspern mit Fokus auf partizipative Planung und kooperative Planung zwischen den Gruppen.

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Praxisabend der Initiative für gemeinschaftliches Bauen und Wohnen im Rahmen der Reihe „Gemeinsam Bauen Wohnen in der Praxis“

Dienstag, 12.1.2016,
19-21 Uhr
Wohnprojekt Wien,
1020 Wien, Krakauer Straße 19

Konzeption und Moderation:
Ernst Gruber

„Grund zu Bauen – Baugruppen und ihr Zugang zu Grundstücken in der Stadtentwicklung“

Die Möglichkeiten der Stadtentwicklung und des gemeinschaftlichen Bauens und Wohnens stehen und fallen mit den Möglichkeiten, an Grundstücke zu gelangen. Eine Vergabe nach Konzepten statt dem besten Preis birgt die Frage, nach welchen Kriterien sich die Qualität eines Projektes in einem solchen Verfahren beurteilen lässt. Welche Rolle spielen dabei wohnungspolitische Kriterien, welche architektonische? Wie lassen sich gruppenbezogene und Prozessqualitäten beurteilen? Welche impulsgebenden und vorbereitenden Maßnahmen können im Vorfeld gesetzt werden? Wie können solche Verfahren fair und mit für alle vertretbarem Aufwand durchgeführt werden? Kurz: Wie soll man den Zugang zu solchen Grundstücken regeln?

An dem Abend versuchen wir, Ergebnisse und Erfahrungen aus der Umsetzung jüngster Verfahren aus Deutschland und Österreich mit einander zu vergleichen. Was funktioniert und was wird adaptiert? Was lässt sich auf die Situation in Österreich und speziell in Wien anwenden – nicht nur, aber auch vor dem Hintergrund der neuen Wiener rot-grünen Regierungskoalition? Was kann die Stadtentwicklung von den Baugemeinschaften lernen und umgekehrt?

ImpulsgeberInnen:
Angela Hansen,
Hamburg, Chefin der Agentur für Baugemeinschaften
Michael Kunert,
Stuttgart, Kontaktstelle Baugemeinschaften
Uwe Wulfrath,
Tübingen, Fachabteilung Projektentwicklung
Robert Temel,
Wien, Architektur- und Stadtforscher

In gewohnter Form starten wir mit Kurzvorträgen unserer Gäste und gehen dann in eine Diskussion mit Publikumsbeteiligung über. Über unverbindliche Anmeldungen freuen wir uns an praxis@gemeinsam-bauen-wohnen.org.

Die Vortragenden:

Angela Hansen
Hamburg, Chefin der Agentur für Baugemeinschaften

„Baugemeinschaften sind zwar ein kleines Segment in Hamburg, sie machen die Stadt aber ein bisschen bunter. Baugemeinschaften sind in der Regel sozial engagiert und wirken dadurch in ihren Stadtteil hinein. Davon profitiert auch die Stadt!“

„Ich leite die Agentur für Baugemeinschaften, die in Hamburg in der Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen in der Abteilung Wohnen angesiedelt ist. 2003 ist die Agentur gegründet worden. Seither sind wir Ansprechpartner für alle an dem Thema Interessierten. Wir beraten Gruppen, verfügen über ein eigenes Förderprogramm für genossenschaftlich orientierte Gruppen, stellen städtische Grundstücke bereit. Wir lotsen die Baugemeinschaften durch das Verfahren von der Idee bis zum Einzug.“

 

Michael Kunert
Stuttgart, Kontaktstelle Baugemeinschaften

„Der beste Weg, Stadt zu entwickeln, ist gemeinsam mit Bürgern!“

Die Kontaktstelle Baugemeinschaften der Landeshauptstadt Stuttgart wurde 2012 eingerichtet. Wesentliche Aufgaben der Kontaktstelle für Baugemeinschaften sind die Konditionierung von Standorten, die Durchführung der Verfahren zur Vergabe von Grundstücken, die Begleitung und Beratung der Baugruppen im Verfahren mit Qualitätssicherung, sowie Öffentlichkeitsarbeit.

2012 erfolgte in Stuttgart der Grundsatzbeschluss „Bürger bauen mit –  Baugemeinschaften in Stuttgart “ des Gemeinderats zur Vergabe von Baugrundstücken an Baugemeinschaften zum Festpreis und im Konzeptverfahren.

Michael Kunert, Studium der Architektur und Stadtplanung an der Uni Stuttgart. Seit 1998 freiberufliche Tätigkeit im Spannungsfeld Stadtplanung, Kommunikation und Bürgerbeteiligung. Von 1998 bis 2004 wissenschaftlicher Mitarbeiter am Städtebau-Institut der Uni Stuttgart. 2007/08 Vertretungsprofessur am Karlsruher Institut für Technologie. Seit 2012 Mitarbeiter im Amt für Stadtplanung und Stadterneuerung der Landeshauptstadt Stuttgart, Strategie Wohnen / Kontaktstelle Baugemeinschaften.

 

Uwe Wulfrath
Tübingen, Leiter des Fachbereichs Planen, Entwickeln, Liegenschaften der Stadt Tübingen,
einer der blühendsten Pionierstädte für Baugemeinschaften

Die Fachabteilung Projektentwicklung, das ehemalige Stadtsanierungsamt, ist verantwortlich für den Städtebaulichen Entwicklungsbereich „Stuttgarter Straße/ Französisches Viertel“ in der Tübinger Südstadt. Für die Wirtschaftsförderungsgesellschaft Tübingen übernimmt sie die Entwicklung von Gewerbebrachen zu gemischten städtischen Quartieren.

 

Nächste Praxisabende:
> 16. Feb. 2016: Digitale Werkzeuge für die Selbstorganisation in Gruppen
> 1. März 2016: Gelebte Soziokratie in Wohnprojekten als Organisationsform
> 5. April 2016: Crowdfunding
> 3. Mai 2016: Zwischen Aktion und Überforderung – Baugruppen und ihr “Ausstrahlen” in die Stadt

Dokumentation:
Einen Überblick und die Dokumentation aller Praxisabende finden Sie hier.
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Out Now: „Gemeinsam Bauen Wohnen in der Praxis“

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Mit freundlicher Unterstützung der Wien 3420 Aspern Development AG und des Bundeskanzleramts konnte die Initiative für gemeinschaftliches Bauen und Wohnen eine Publikation über die bisherigen Abende der Veranstaltungsreihe ‚Gemeinsam Bauen Wohnen in der Praxis‘ herausgeben.
Darin sind die ersten 9 Workshops aus dem Jahr 2014 über, für und mit Baugruppen in Wien dokumentiert. Themen waren Diversität und Interkulturalität, Stadtentwicklung, Finanzierungsformen, Ablauf und Zeitökonomie, Wohnbauförderung, Solidarität, Carsharing, Selbstbau und Konflikte – sowie Stadtentwicklung und Baugruppen. Zusätzlich wird die Entwicklung der Asperner Baugruppen und der Kontext der Wiener Baugruppen insgesamt erläutert.

Die Publikation ist hier online zugänglich.

Bei den Veranstaltungen der Initiative können Exemplare erworben werden, solange der Vorrat reicht. Mitglieder der Initiative erhalten ein Printexemplar kostenfrei zugesandt. Wenn Sie noch im heurigen Jahr Mitglied werden, erhalten auch Sie ein Exemplar!

Die kommenden Workshoptermine
01. 12. 2015: Partizipative Planungsprozesse
12. 01. 2016: Grund zu Bauen – Grundstücksvergabe an Baugruppen
16. 02. 2016: Digitale Werkzeuge für die Selbstorganisation in Gruppen
01. 03. 2016: Gelebte Soziokratie in Wohnprojekten als Organisationsform
05. 04. 2016: Crowdfunding
03. 05. 2016: Zwischen Aktion und Überforderung – Baugruppen und ihr “Ausstrahlen” in die Stadt

jeweils an einem Dienstag, von 19:00-21:00
im Wohnprojekt Wien, 1020 Wien, Krakauer Straße 19

Kontakt: praxis[at]gemeinsam-bauen-wohnen.org

Rückblick: Praxisabend 01.12.2015: Partizipative Planungsprozesse

Workshop der Initiative für gemeinschaftliches Bauen und Wohnen im
Rahmen der Reihe Gemeinsam Bauen Wohnen in der Praxis

Dienstag, 01. Dezember 2015
19–21 Uhr
Wohnprojekt Wien,

1020 Wien, Krakauer Straße 19

Konzept und Moderation: Christian Kronaus, Ralf Dopheide, Petra Hendrich

Partizipative Planungsprozesse

Partizipative Planungsprozesse stellen sowohl die PlanungsexpertInnen als auch die Laien vor eine große Herausforderung. Auf der einen Seite muss der Experte/die Expertin Entscheidungen so aufbereiten und
verständlich machen, dass sie Laien gut und informiert treffen können. Auf der anderen Seite werden die zukünftigen NutzerInnen mit Fragen konfrontiert, die neu und oft auch überfordernd sind. Wie also
bringt man diese zwei Seiten in Einklang? Was braucht es um bestmögliche Ergebnisse zu erzielen? Wie weit gibt der/die ExpertIn seine/ihre Expertenrolle auf? Wie können partizipative Planungsprozesse strukturiert sein, um gute Ergebnisse zu erzielen? Und was ist ein gutes Ergebnis?

Vorgestellt wurden Beispiele wie bei Planungs- u. Entwicklungsprozesse, verschiedenste Interessensgruppen berücksichtigt werden und deren Input als Entscheidungsbasis für weitere Entscheidungsprozesse dienen können. Es wurden partizipative Methoden gezeigt und dargestellt wie die dadurch erworbenen Erkenntnisse in weitere Planungsschritte eingewoben werden können. Im Anschluss wurden die unterschiedlichen partizipativen Methoden und deren Ergebnisse diskutiert.

ImpulsgeberInnen (Details siehe unten):

audiodoku Audiomitschnitte der Impulsvorträge und Zusammenfassung der Tischdiskussionen:

00_Link Partizipative Planungsprozesse – Dokumentation (Dokumentation: Lukas Franta)

 

Mehr zu den Impulsen und ImpulsgeberInnen:

Christian Kronaus und Ralf Dopheide: Compact Garden Living
Das Forschungsprojekt Partizipation 2.0 „CompactGardenLiving“ basiert thematisch auf der Verwebung von Wohnbau und Grünraum im Sinne von „Urbanem Grün“, „grüne Architektur“ und „Gärtnern in der Stadt“. Es wurden unterschiedliche partizipative Methoden angewandt um das Erfahrungswissen zukünftiger NutzerInnen, BewohnerInnen bzw. unterschiedlicher Interessengruppen in den Planungsprozess einzuweben. Die Ergebnisse werden vorgestellt und die Potenziale der unterschiedlichen partizipativen Methoden diskutiert.

Dokumentation:

Einen Überblick und die Dokumentation aller Praxisabende finden Sie hier. Wenn Sie diese Informationen hilfreich finden, werden Sie doch Mitglied der Initiative für gemeinschaftliches Bauen und Wohnen.

Rückblick: Praxisabend 13.10.2015: Wohnen im Alter – Gelingendes generationenübergreifendes Wohnen

Workshop der Initiative für gemeinschaftliches Bauen und Wohnen im
Rahmen der Reihe Gemeinsam Bauen Wohnen in der Praxis

Dienstag, 13. Oktober 2015
19–21 Uhr
Wohnprojekt Wien,

1020 Wien, Krakauer Straße 19

Konzept und Moderation: Petra Hendrich und Freya Brandl

Wohnen im Alter – Gelingendes generationenübergreifendes Wohnen

Der Praxisabend widmete sich dem Wohnen im Alter. Wir beleuchteten jene Faktoren, die dazu beitragen, dass generationenübergreifendes gemeinschaftliches Wohnen gelingt. Das schwedische Co-Housing Projekt “Färdknäppen” steht als Beispiel für ein generationenübergreifendes Wohnprojekt, in dem mehrere Generationen gemeinsam wohnen und sich unterstützen. Doch wie organisiert man Pflege, sodass es für die anderen im Haus nicht zur Belastung wird? Ist die Vorstellung vom Leihopa, der nebenbei in der Kindergruppe Geschichten vorliest, überhaupt realistisch? Wie können sich die Generationen unterstützen? Welche Bedürfnisse gilt es zu beachten? Wir laden zu einem Diskussionsabend eingeleitet durch Impulsstatements ein.

 

ImpulsgeberInnen (Details siehe unten):

  • Kerstin Kärnekull: Färdknäppen, a collective house for „the second half of life“ in Sweden (impulse in English) – Präsentationsfolien
  • Edina H. Salihovic: Kinder im generationenübergreifenden Wohnprojekt
  • Margret Weissenbacher (Wohnen ohne Alterslimit): Hilfe, Betreuung und Pflege – familiär, freundschaftlich, nachbarschaftlich oder professionell
  • Erich Kolenaty (Wohnprojekt Wien): „Von Liebe, Wonne, Waschtrog“ und Konflikten als Chance. Prävention und generationenübergreifende Konfliktbearbeitung in Wohnprojekten
  • Manuel Schuler (Verein “WGE! – Gemeinsam Wohnen”): Studierende im Generationenwohnen
  • Brigitte Schimmerl (ro*sa Donaustadt): Zusammenleben mit Kindern im generationenübergreifenden Wohnprojekt

audiodoku Audiomitschnitte der Impulsvorträge und Zusammenfassung der Tischdiskussionen:

00_Link Wohnen im Alter – Dokumentation (Dokumentation: Lukas Franta)

00_Link Kerstin Karenkull – Handout

00_Link WGE Präsentation

Im Anschluss wurden die Themen an Diskussionstischen vertieft und abschließend im Plenum vorgestellt.
Themen der Diskussionstische:
  • Zusammenleben von Alt und Jung – Wie kann es funktionieren?
  • Pflege im Alter – Unterstützung, Hilfestellung, Grenzen
  • Erfahrungen aus Projekten z.B. Färdknäppen, ro*sa Donaustadt
  • Kinder und Studierende im generationenübergreifenden Wohnprojekt

 

Mehr zu den Impulsen und ImpulsgeberInnen:

Kerstin Kärnekull: Färdknäppen, a collective house for „the second half of life“

Two – three generations living together – awful, functioning, fun? Problems we met and solutions we tried. Lessons from a 23 years old collective house in Stockholm.
Kerstin is an architect engaged in cohousing and living in Färdknäppen since 1993.

Kerstin Kärnekull is an architect, who has worked with various housing issues most of her life. She is a founding member of the group Bo i Gemenskap (‘Living in Community’). Since more than 20 years she lives in the cohousing development Färdknäppen, the first ‘second half of life’ collective housing in Sweden. She has organized the first “International Collaborative Housing Conference” in Stockholm together with Dick Urban Vestbro.

She has written, edited and co-edited several books or chapters on housing for seniors, cohousing and senior cohousing, as for example “Living together – Cohousing Ideas and Realities Around the World”, Division of Urban and Regional Studies in collaboration with Kollektivhus NU 2010, „Cohousing Cultures”, jovis Verlag GmbH 2012.

 

Edina H. Salihovic: Kinder im generationenübergreifenden Wohnprojekt

Kinder sind laut, schnell, kompromisslos und sehen die Welt anders als Erwachsene. Kinder machen Sachen wiederholt kaputt, damit sie sehen, erfahren wie sie funktionieren, reagieren. Die Kinder sind frech, unterschiedlich, können viel weniger Verantwortung als Erwachsene tragen. Sie brauchen verlässliche, gut erreichbare, erwachsene Bezugspersonen. Sie geben ihre Ehrlichkeit, echte Zuwendung, Begeisterung, Lebensfreude her. Die Kinder brauchen große Herzen, viel Platz, Geborgenheit und authentische, vertrauenswürdige Vorbilder.

„Es braucht ein ganzes Dorf um ein Kind zu erziehen“ ein afrikanisches Sprichwort, das die Wichtigkeit des Zusammenlebens mehrerer Generationen betont.

Edina H. Salihovic hat eine Grundausbildung zur dipl. Sozialarbeiterin. Sie arbeitete 15 Jahre im Sozialbereich d.h. mit Kindern, Jugendlichen, in Frauenheimen (mit oder ohne Kinder, wo auch das Thema generationsübergreifendes Wohnen aktuell war) und in Schulen. Seit 5 Jahren ist sie Kindergartenpädagogin, Motopädagogin, Kindergartenmitgründerin und Leiterin.

 

Margret Weissenbacher (Wohnen ohne Alterslimit): Möglichkeiten und Grenzen der Pflege

Hilfe, Betreuung und Pflege – familiär, freundschaftlich, nachbarschaftlich oder professionell: Wo kann und soll in der Konzeption von „Wohnen ohne Alterslimit“ die Grenze zwischen gegenseitiger Hilfe und professioneller Betreuung und Pflege liegen?

Auf der Basis des Pflegemodells nach D. Orem wird jede Betreuungs- und Pflegeintervention hinsichtlich zeitlicher Umfang, „Zumutbarkeit“ für die MitbewohnerInnen und Kompetenzbereich möglicher ProfessionistInnen hinterfragt. Daraus entsteht ein Bild für den Bedarf an professionellen Leistungen, die strukturiert, organisiert und finanziert werden müssen.

Margret Weissenbacher hat berufliche Erfahrungen und Qualifikationen in der Kinderkrankenpflege (Praxis, Lehre, Qualitätsmanagement) und in der Betreuung alter Menschen (Projektgruppe „Handlungsleitlinie für Wiener Wohn- und Pflegeheime“, Demenztrainerin).

 

Erich Kolenaty (Wohnprojekt Wien): „Von Liebe, Wonne, Waschtrog und Konflikten als Chance“. Prävention und generationenübergreifende Konfliktbearbeitung in Wohnprojekten

Ein Gedankenexperiment: Die Reibungsenergie von Konflikten in Nestwärme umzuwandeln – hätte das nicht einen gewissen Charme? Do`s und Don’ts im Zusammenleben und was sich sonst noch alles zur Vorbeugung von Konflikten in Wohnprojekten eignet.

Erich Kolenaty ist Betriebswirt und geprüfter Unternehmensberater, seit 1983 freier Managementtrainer und Unternehmensberater, Besondere Ausrichtung:
Systemische Beratung bei Teambildung und Unternehmensentwicklung;
Moderation: Konzeption und Begleitung von Projekten, Workshops und Konferenzen
Spezialist für die interaktive Arbeit mit großen Gruppen und die nachhaltige Mobilisierung von Veränderungsenergie. Gründer der Moderationswerkstatt (Trainer- und Moderatorenausbildung).
Seit 2010 Mitglied im Wohnprojekt Wien.

 

 Manuel Schuler (Verein „WGE! – Gemeinsam Wohnen“): Studenten im Generationenwohnen

Der Verein „WGE! – Gemeinsam Wohnen“ beschäftigt sich mit generationsübergreifenden Wohnformen und möchte diese in Wien etablieren. Konkret unterstützt und vermittelt WGE! Wohngemeinschaften, die auf generationsübergreifenden Austausch und gegenseitiger Unterstützung basieren.
Manuel Schuler ist Mitgründer des Vereins „WGE! – Gemeinsam wohnen“. In seinem Impulsvortrag wird er über seine Motivation, „WGE!- Gemeinsam wohnen“ zu gründen, sowie über die Chancen und Herausforderungen dieses Projekts sprechen.

 

Brigitte Schimmerl (Frauenwohnprojekt ro*sa – Donaustadt): Zusammenleben mit Kindern in generationsübergreifenden Wohnprojekten

Zum Thema „Zusammenleben mit Kindern in generationenübergreifenden Wohnprojekten“:

Brigitte Schimmerls Anliegen war es immer (und die Erfahrungen als Lehrerin bestätigen dies), Kinder als sehr feinfühlige, offene Menschen zu betrachten, die dem Umgang mit ihnen ausgeliefert und davon abhängig sind. Wohlwollende oder misstrauische Begegnungen können sie fördern oder deformieren.

Brigitte Schimmerl zu Ihrer Person: „Ich bin pensionierte Volksschullehrerin, habe in Oberösterreich 20 Jahre an Volksschulen und 16 Jahre an einer allgemeinen Sonderschule (noch vor der Integrationsmöglichkeit) unterrichtet. Nach meinem Pensionsantritt bin ich nach Wien in das Frauenwohnprojekt „ro*sa Donaustadt“ gezogen, indem ich nun das sechste Jahr lebe.“

Rückblick: Praxisabend 2.6.2015: Absolute Beginner – Wie startet ein gemeinschaftliches Wohnprojekt?

Workshop der Initiative für gemeinschaftliches Bauen und Wohnen im
Rahmen der Reihe Gemeinsam Bauen Wohnen in der Praxis

Dienstag, 2. Juni 2015
19–21 Uhr
Mobiles Stadtlabor der TU Wien
im Resselpark, 1040 Wien
(gegenüber dem Ausgang Resselpark der U2 und U4, Karlsplatzpassage)

Konzept und Moderation: Petra Hendrich und Arnold Brückner

Absolute Beginner – Wie startet ein gemeinschaftliches Wohnprojekt?

Der Praxisabend am Di. , 2.6. von 19-21.00 widmete sich den ersten Schritten eines Wohnprojektes/einer Baugruppe. Zu Wort kamen nicht die Initiatoren, sondern jene, die sich danach als Erste für das Projekt begeistert haben. Aus ihrer persönlichen Sicht schilderten sie, was die Initiatoren gemacht haben, damit sie sich auf das Projekt einlassen konnten. Was hat sie überzeugt, an einem außergewöhnlichen Projekt teilzunehmen? Was hat sie begeistert? Wie und warum konnten unvorhersehbare Überraschungen ausgehalten werden? Was ist ihr Rat an alle, die ein Projekt beginnen wollen?

Wer war der/die erste Teilnehmende – nach dem Initiator/der Initiatorin? Sie kommen zu Wort:

audiodoku  Audiomitschnitt der Impulsvorträge:

00_Link   GBW Doku Juni – Absolute Beginner
Dokumentation: Lukas Franta

fotodoku  Fotodokumentation auf flickr
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Fotos: Ernst Gruber

Rückblick: Workshop „Kollektiv – Syndikat – Genossenschaft – Stiftung: Selbstorganisiertem Handeln Form geben“

Am Dienstag, den 5. Mai 2015 fand der nunmehr 11. Abend in der Reihe Gemeinsam Bauen und Wohnen in der Praxis statt. Titel war „Kollektiv – Syndikat – Genossenschaft – Stiftung: Selbstorganisiertem Handeln Form geben“.

Die sich vorstellenden Gruppen aus Wien, Hamburg und Linz zeigten ein aktuelles Spektrum selbstorganisierten Handelns im Bereich des Bauens, Wohnens, Arbeitens und Landwirtschaftens. Dabei ging es von der Frage des Umgangs mit Grund und Boden bis hin zur Regelung des Zugangs und den Bedingungen der Nutzung. Die gewählten Organisationsformen sind zugleich modellhaft und eröffnen die Möglichkeit der Wiederholung. Sie stehen somit für einen maßstäblichen Entwicklungssprung, der weg vom Einzelprojekt führen kann. Wir bekamen Einblick in die Fragen, für welche Organisations- und Rechtsform man sich aus welchen Gründen entscheidet, was das für Konsequenzen hat und welche Möglichkeiten sich dadurch eröffnen können. Die Gruppen stehen dabei an unterschiedlichen Punkten ihrer Projektgeschichte.

Konzept, Moderation: Ernst Gruber

audiodoku  Audiomitschnitte der Impulsvorträge:
-) Ko.Sy – Kollektives Syndikat (Wien): Frauke

-) HabiTAT (Linz), Stadtklan (Wien): Florian Humer, Erik Seethaler

-) Frappant e.V. (Hamburg): Anna Kokalanova, Daniel Behrens

-) Stiftung RASENNA (Wien): Helmut Friedl

-) Wohnprojekte-Genossenschaft (Wien, in Gründung): Robert Temel


00_Link   Zusammenfassung (pdf)
Dokumentation: Lukas Franta

00_Link  Die Flipcharts mit den Ergebnissen der Tischgespräche (pdf)

00_Link  Die Flipcharts der Stiftung Rasenna (pdf)

fotodoku  Fotodokumentation auf flickr
Fotos: Petra Hendrich

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